Projekt "Schüler- und Jugendwerkstatt"

„Keinen Jugendlichen auf dem Weg in den Beruf verlieren“ ist der Grundgedanke des Projektes „Schüler- und Jugendwerkstatt“, bei dem 10 Schüler der 8. und 9. Klasse aus der Mittelschule Gemünden, darunter 5 Flüchtlinge, an zwei mal vier Nachmittagen in zwei verschiedenen Gemündener Betrieben Einblicke in das Berufsleben und dessen Anforderungen erhalten sollten.

 

In einer Abschlussveranstaltung in der Mittelschule Gemünden am Dienstagnachmittag begrüßte Rektor Joachim Nöth die beiden Hauptinitiatoren Arno Schmitt vom Lions-Club Lohr-Marktheidenfeld und Ottmar Kliegl vom Rotary-Club sowie alle Teammitglieder des Pilotprojekts. Er unterstrich die Bedeutung von Praktika, bei denen der Übergang aus dem Schonraum Schule in das Berufsleben mit seinen Anforderungen und Besonderheiten erprobt werden könne.

 

Die beiden Initiatoren betonten noch einmal das inhaltliche Ziel „personelle Kompetenz“, wie Pünktlichkeit, Lernbereitschaft oder Fähigkeit zum interkulturellen Umgang. Diese Eigenschaften, zusammen mit erlerntem Wissen und der Fähigkeit, dieses anzuwenden, verliehen den Mitarbeitern die benötigte Handlungskompetenz. Die Teilnahme an dem Projekt solle ein wichtiger Baustein auf dem Weg dorthin sein. Beide, wie auch der Koordinator vor Ort Thomas Michaelis, bedankten sich bei den fünf beteiligten Betrieben, für die das Projekt einen beträchtlichen Organisations- und Zeitaufwand bedeute. An die Schülern gewandt meinten sie, dass der Ausbildungsmarkt derzeit äußerst günstig sei, da z.B. in Mainfranken 1400 Ausbildungsplätze unbesetzt seien. Aber die „Unternehmen brauchen lernwillige und flexible Schulabgänger“.

 

Das Pilotprojekt soll im nächsten Schuljahr ausgeweitet werden, so dass neben Marktheidenfeld, Lohr und Gemünden weitere Schulen im Landkreis Main-Spessart beteiligt sind. Auch wird der Caritas-Verband als Träger sich weiterhin um die Organisation kümmern. Die „Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt“ wird das Projekt mit einer Bachelorarbeit wissenschaftlich begleiten.

 

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung bedankte sich Schirmherr Bürgermeister Lippert bei den Initiatoren und dem gesamten Betreuungsteam, besonders auch bei den beteiligten Firmen, zu denen er den Kontakt geknüpft hatte. Die Geschäftsführerin des Caritasverbandes Main-Spessart, Gabriele Kimmel, betonte, dieses Puzzleteil bei der Unterstützung für die Berufsfindung müsse unbedingt weiter bestehen bleiben.

 

Schließlich erhielten die beteiligten Schülerinnen und Schüler, die ihre Erfahrungen zuvor kurz erläutert hatten, Zertifikate über das Praktikum aus der Hand von Bürgermeister Lippert.

 

Die beteiligten Firmen:

 

Fa. Schreinerei Feser, Fa. DECO Hydraulik, Fa. Ziegler, (Elektronik), Fa. Kirsch+Sohn, Fa. MH-Autohaus